Spender und Schaffer helfen

19. Mai 2020


Die Vorsitzenden der Buchenbronner Hexen Christof Breithaupt (Zweiter von rechts) und Wolfgang Dotter (links) vor ihrem neuen Vereinsheim, dem einstigen und um 1908 erbauten Schlachthof- Verwaltergebäude am Weihergarten. Martin Heinzmann, Vorstand der Volksbank Mittlerer Schwarzwald (vorne, rechts), und die Vertreter der Bürgerstiftung Hornberg, Eva Laumann und Thomas Bossert überreichten großzügige finanzielle Unterstützungen. Markus Moser von Moser Fensterbau aus Haslach (rechts) vertrat die Handwerker. Foto: Petra Epting

Buchenbronner Hexen stemmen mit ihrem neuen Vereinsheim ein großes Projekt und freuten sich über Spenden der Volksbank Mittlerer Schwarzwald und der Bürgerstiftung Hornberg.

Was sich bislang im Vereinsheim tat und was für die kommende Zeit geplant ist, darüber informierte Christof Breithaupt, Vorsitzender der Buchenbronner Hexen, am Samstag-vormittag. Verbunden war der Pressetermin mit einer Scheckübergabe durch die Volksbank Mittlerer Schwarzwald, die aus dem Crowdfunding 8.695 Euro beisteuert und durch die Bürgerstiftung Hornberg, die das Projekt mit 10.000 Euro unterstützt. In das große Dankeschön an alle Unterstützer bezog der Vorsitzende auch die Hexenmitglieder ein. Das Projekt Vereinsheim sei ein sehr großes, und da könne man jegliche Unterstützung „gut gebrauchen“.

Stellvertretend für die Handwerker war Markus Moser von Fensterbau Moser aus Haslach dabei. Spielen die Handwerker doch eine wichtige Rolle, unterstützen ebenfalls finanziell und materiell − und überlassen so manche Baumaschine. „Das hat uns unglaublich geholfen. Es geht nur mit Eigenleistungen. Alles wäre ansonsten ein Fass ohne Boden“, hob der Hexenchef auch die eigenen, sehr engagierten Bauleiter des Vereins, Markus Aberle und Timo Schwer, hervor. Der Stadt dankte er für die unkomplizierte Abwicklung beim Verkauf des ehemaligen Schlachthaus-Verwaltergebäudes am Weihergarten und das Einigen auf Ratenzahlung.

Seit dem Notartermin am 21. Mai des vergangenen Jahrs hat sich einiges getan, selbst wenn die Corona-Pandemie auch bei diesem Projekt nicht ohne Auswirkungen bleibt. So fehlen die Einnahmen aus Veranstaltungen, es kann nicht mit der vollen Mannschaft gearbeitet werden und somit ist auch der Einzugstermin nicht zu halten. Mittlerweile stehe gar hinter der Fasent 2021 ein Fragezeichen. Den bisherigen Raum in der Schule konnten die Hexen noch nicht kündigen, folglich läuft die Miete weiter. Doch die Mitglieder sind „positiv gestimmt, alles stemmen zu können und das Projekt zu Ende zu bringen“.

In den letzten Monaten wurden unter anderem neue Leitungen für Gas, Heizung und Wasser verlegt und die Sanitäranlagen vorbereitet, der Dachboden komplett erneuert und alles isoliert. Es wurden Balken eingezogen, die Räume neu eingeteilt, Türen und Fenster, Wand- und Bodenbeläge erneuert und im Erdgeschoss ein kleiner Keller teilweise aufgeschüttet.

„Solide und ordentlich“

Man lege viel Wert auf eine solide und ordentliche Ausführung und betreibe dafür einen entsprechenden Aufwand, erläuterte Breithaupt. Neben viel Engagement fließe daher auch viel Schweiß. Und wie überall seien es halt ein paar wenige Mitglieder, die sehr viel machten. Insgesamt leisteten 73 Mitglieder bis jetzt 1385 Arbeitsstunden. Noch diese Woche werden im Erdgeschoss neue Fenster und Türen eingebaut.

Für Martin Heinzmann, Vorstand der Volksbank Mittlerer Schwarzwald, bedeuten die 709 Vereine im hiesigen Gebiet „ein großes Stück Lebensqualität“. In dieser Zeit merke man, wie das fehle. Mit dem Crowdfunding wurden mehr als 25 Projekte unterstützt, bei denen die Hexen mit ihrem hervorstechen würden, was auch die insgesamt 809 Unterstützer eindrucksvoll belegen. Es ist nicht das erste Mal, dass die Buchenbronner Hexen von der Volksbank unterstützt werden.

„Wir fördern nur Projekte, und das ist eines“, sagte Thomas Bossert und zeigte sich von den Dimensionen beeindruckt.