Eine Ära geht zu Ende - Stabwechsel bei der Volksbank Mittlerer Schwarzwald eG

Kuner verabschiedet sich - Heinzmann rückt als Vorsitzender nach

vs2019

Das neue Vorstandsteam: Martin Heinzmann (Vorsitzender), Rainer Engel und Oliver Broghammer (Stellv. Vorsitzender)

Januar 2019

Nach 32 Jahren, davon 26 Jahre als Vorstandsvorsitzender, verabschiedet sich Bankchef Manfred Kuner zum Jahreswechsel in den wohlverdienten Ruhestand und übergibt die Verantwortung an seinen Nachfolger Martin Heinzmann.

Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe leitete Manfred Kuner, der dieses Jahr im Herbst seinen 65. Geburtstag feiern konnte, im Beisein des Aufsichtsratsvorsitzenden der Bank, Karl-Otto Bonath, im Rahmen eines Pressegespräches den Stabwechsel in der Geschäftsführung der Bank ein und überreichte symbolisch den Bankschlüssel an seinen zwischenzeitlich vom Aufsichtsrat gewählten Nachfolger Martin Heinzmann.  Auch wenn die offizielle Verabschiedung und Ehrung des langjährigen und sehr erfolgreichen Vorstandschefs erst am 11. Januar des kommenden Jahres im Beisein fast der kompletten Spitze der genossenschaftlichen Bankengruppe in Deutschland, aller Verbundunternehmen und vieler Kunden und persönlichen Wegbegleitern im Kurhaus Triberg stattfindet, fand formal die Zäsur nun zum Jahreswechsel statt.

Nicht ohne Wehmut blickte Manfred Kuner auf seine 32-jährige Vorstandstätigkeit - davon 30 Jahre noch für das Vorgängerinstitut, die Volksbank Triberg eG - zurück, bei denen er 26 Jahre als Vorstandsvorsitzender die Erstverantwortung tragen durfte. Bis auf ganz wenige Tage, so Manfred Kuner, sei er jeden Tag mit großer Freude zur Arbeit gegangen und hätte es nie bereut, trotz einiger sehr verlockenden Angebote, nicht in die Chefposition bei anderen, teilweise deutlich größeren Volksbanken zu wechseln. Seine starke regionale Verwurzelung, sein Bekenntnis zu seiner schwarzwälder Heimat und zu den Menschen, die im mittleren Schwarzwald leben, hätten ihn immer wieder motiviert, in der Region zu bleiben und sich für die wirtschaftliche Prosperität, für Handwerk, Handel, Gewerbe und Industrie im Geschäftsgebiet der Bank und letztendlich für die Lebensqualität einzubringen. Als bekennender Workaholic habe ihm die Arbeit - trotz permanenter 60 bis 70-Stunden-Woche und viel Urlaubsverzicht - immer viel Spaß und Freude bereitet.

In seiner schwarzwälder Heimat selbst war Manfred Kuner ein unermüdlicher Netzwerker zwischen Handwerk, Handel, Gewerbe und Industrie sowie den öffentlichen Stellen. Sehr gerne hat er – selbst ehrenamtlich als Vizepräsident des Schwarzwälder Skiverbandes und Aufsichtsratsmitglied des Deutschen Skiverbandes aktiv – über Spenden und Sponsoringaktivitäten der Bank, das sportliche, kulturelle, kirchliche und soziale Engagement im Geschäftsgebiet unterstützt und gefördert. So wurde u. a. die Kinderkrebsnachsorgeklinik Katharinenhöhe in Schönwald großzügig über viele Jahre hinweg begleitet.

Als Abschluss und Krönung seines beruflichen Wirkens bezeichnete der scheidende Vorstandsvorsitzende den von ihm maßgeblich initiierten Zusammenschluss der beiden Volksbanken Kinzigtal und Triberg zur Volksbank Mittlerer Schwarzwald eG. Mit einer Bilanzsumme von annähernd 1,2 Milliarden Euro und einem betreuten Kundenvolumen von inzwischen gut 2,4 Milliarden Euro gehört die Bank zu den größeren Volksbanken in Baden-Württemberg und verfügt über eine überdurchschnittliche Kundenreichweite und Marktdurchdringung. In Relation zur Bevölkerung im Geschäftsgebiet der Bank wird bei der Mitgliederquote ein absoluter Spitzenwert in Deutschland erreicht.

Als Nachfolger von Manfred Kuner stellte Aufsichtsratsvorsitzender Bonath, verbunden mit sehr persönlichen und herzlichen Dankesworten für das „Lebenswerk“ von Manfred Kuner, das bisherige Vorstandsmitglied Martin Heinzmann vor. Herr Heinzmann (54) war bislang für das gesamte Privatkundengeschäft der Bank und den Vertrieb zuständig und verfügt bereits über langjährige Vorstandserfahrungen. Er ist in Gutach aufgewachsen, hat 1981 bis 1983 bei der damaligen Volksbank Hausach-Haslach die Ausbildung zum Bankkaufmann absolviert. 1995 wurde er zum Prokuristen ernannt, 1998 zum Filialdirektor, seit 2003 ist er Vorstandsmitglied.

Ebenfalls bodenständig und heimatverbunden engagiert sich der verheiratete Familienvater von zwei heranwachsenden Kindern ehrenamtlich auch als Vorsitzender des TuS Gutach sehr erfolgreich für die Region. Befragt nach den größten Herausforderungen für seine künftige Arbeit als Vorstandsvorsitzender der Bank meinte Martin Heinzmann, dass die Bewältigung der unverändert anhaltenden Niedrigzinsphase mit nur sehr moderaten Zinssteigerungen in den nächsten ein bis zwei Jahren wie auch die sehr kostenintensive Digitalisierung in der Finanzbranche nicht nur die Bank selbst, sondern die gesamte Branche vor existenziellen Herausforderungen stellen würde. Belastet mit einer erwarteten konjunkturellen Eintrübung und damit sicherlich steigenden Kredit- und Wertpapierrisiken gilt es zwingend, die Geschäftsmodelle der regional agierenden Banken krisen- und damit zukunftssicher weiter zu entwickeln. So „digital wie machbar, aber mehr noch so kundennah wie irgendwie möglich“ gilt es, die Erfolgsgeschichte der Bank, so Martin Heinzmann fortzuführen. Auf diese neue Aufgabe und Herausforderung freut er sich sehr und ist sich sicher, mit dem verbleibenden Vorstandsteam mit Oliver Broghammer und Rainer Engel an der Seite und den hochmotivierten gut 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Bank erfolgreich in die Zukunft zu führen.