100 %iges JA zur Fusion

Außerordentliche Vertreterversammlung entscheidet über die Fusion zur neuen Volksbank Mittlerer Schwarzwald eG

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Freuen sich über die geglückte Fusion: (v.l.) Rudolf Kastner (Aufsichtsratsvorsitzender Triberg), Oliver Broghammer (Vorstand Kinzigtal), Rainer Engel (Vorstand Triberg), Martin Heinzmann (Vorstandssprecher Kinzigtal), Manfred Kuner (Vorstandsvorsitzender Triberg), Karl-Otto Bonath (Aufsichtsratsvorsitzender Kinzigtal)

Foto: Hans-Peter Wiedmaier
Bericht: Tobias Lupfer - Offenburger Tageblatt

Oktober 2016

Die Fusion der Volksbanken Kinzigtal und Triberg ist beschlossene Sache: Am Mittwochabend (12. Oktober 2016) gab die außerordentliche Vertreterversammlung der Kinzigtäler Genossenschaft in der Festhalle Wolfach ihre 100-prozentige Zustimmung.

Die Tage der Volksbank Kinzigtal sind gezählt: Zum 1. Januar wird die Genossenschaft gemeinsam mit der Volksbank Triberg als Volksbank Mittlerer Schwarzwald ein neues Kapitel aufschlagen. Am Mittwoch gaben die Vertreter der Kinzigtäler Genossenschaft in einer außerordentlichen Versammlung in der Festhalle Wolfach ihre einmütige Zustimmung und beschlossen damit die Fusion.

Eine Woche zuvor gab es von Triberger Seite in der dortigen außerordentlichen Vertreterversammlung bereits eine 100-prozentige Zustimmung (wir berichteten). Dass die Kinzigtäler es den künftigen Partnern im Ergebnis gleichtaten, wertete Aufsichtsratsvorsitzender Karl-Otto Bonath positiv: »Das ist ein kräftiges und hörbares Signal, dass in unserem Volksbank-Schiff die Segel richtig gesetzt sind.« Unmittelbar bevor er selbst die alles entscheidende Frage nach der Fusion zur Abstimmung stellte, hatte Bonath den griechischen Philosophen Aristoteles zitiert: »Den Wind können wir nicht ändern – aber die Segel können wir richtig setzen.«

»Ein großer Schritt für die genossenschaftliche Bankenstruktur im Mittleren Schwarzwald«

»Es ist nur eine kleine Wahlhandlung, aber ein großer Schritt für die genossenschaftliche Bankenstruktur im Mittleren Schwarzwald«, hatte Vorstandssprecher Martin Heinzmann die Bedeutung umrissen. Es sei eine Fusion auf Augenhöhe nach langjähriger Zusammenarbeit: »Wir werden kein Anhängsel einer großen Volksbank.« Die Regulierungsdichte steige, ebenso der Kosten- und Ertragsdruck. Beide Banken seien gut aufgestellt – gemeinsam wolle man künftig noch stärker sein.

Höhe der Geschäftsanteile von 150 auf 50 Euro je Stück zerteilt

»Jetzt gehören sie zusammen, die Wälder und die Täler«, begrüßte Vorstand Oliver Broghammer die Zustimmung zur Fusion und leitete über zum zweiten Teil des Abends, in dem nötige Satzungsänderungen und Details abgearbeitet wurden. So wurden die Geschäftsanteile der Volksbank Kinzigtal von 150 Euro auf 50 Euro zerteilt, die Mitglieder der Wahlausschüsse bestätigt und die neun Triberger Aufsichtsräte ins Gremium der Volksbank Kinzigtal gewählt.

Nachfragen gab es nur bei der Vergütung des Aufsichtsrats: Weil der auf 19 Personen wächst, wurde eine Anpassung der Obergrenze nötig. Die Verbandsempfehlung liege für ein Gremium mit zwölf Personen bei 75 600 Euro im Jahr – die fusionierte Genossenschaft werde 2017 für 19 Personen insgesamt 80 800 Euro ausbezahlen. Da das Gremium kleiner werden soll, sagte Bonath: »In Kürze werden wir die Empfehlung wieder unterschreiten.«