Vertreterversammlung 2016

Vertreterversammmlung am Mittwoch, 11.5. in der Haslacher Stadthalle / Karl-Otto Bonath für 30 Jahre im Aufsichtsrat geehrt

Karl-Otto Bonath (Mitte) wurde für 30 Jahre im Aufsichtsrat geehrt. Von links: Oliver Broghammer, Christa Bonath, Monika van Beek und Martin Heinzmann.
Foto: Volksbank Kinzigtal eG

Mai 2016

Bericht: Anna Teresa Agüera - Offenburger Tageblatt

 

Die Volksbank Kinzigtal blickte am Mittwoch bei der Vertreterversammlung in der Haslacher Stadthalle auf ein ordentliches Jahr zurück. Auch für die Zukunft sei man »trotz dunkler Wolken« gut gerüstet.

Wie sieht die Zukunft der regionalen Banken aus? »Wir haben großen Respekt vor den aktuellen Bedingungen. Respekt, aber keine Angst«, sagte Vorstand Oliver Broghammer am Mittwoch bei der Vertreterversammlung der Volksbank Kinzigtal in der Haslacher Stadthalle. Trotz der »dunklen Wolken am Himmel« blicke die Volksbank Kinzigtal auf ein erfolgreiches Jahr zurück, betonte Aufsichtsratsvorsitzender Karl-Otto Bonath.

»Das gute Ergebnis 2015 war geprägt von außerordentlichen Faktoren«, sagte Vorstandssprecher Martin Heinzmann. »Banken hatten immer schon Herausforderungen.« Dass so viele auf einmal kämen, habe es jedoch noch nie gegeben. Dabei spielte er auf geopolitische Risiken und die Frage »Sind Banken im Zeitalter der Digitalisierung vom Aussterben bedroht?« an.

Klassische Bankfiliale

Und wie sieht es mit der klassischen Bankfiliale aus? »Die Kunden erwarten technisch barrierefreie, das heißt plattform- und geräteübergreifende Lösungen«, sagte Heinzmann. »Persönliche Beratung ist vor allem bei komplexeren Finanzprodukten und individuellen Fragestellungen auch zukünftig wichtig.«

Die Herausforderung bestehe darin, die Filialen attraktiver zu machen. »Agieren und nicht reagieren«, sei hier der richtige Ansatz. Die Volksbank Kinzigtal setze auch in Zukunft auf den Erhalt der genossenschaftlichen Institutsicherung.

Gemeinsam stark

164 Mitarbeiter der Volksbank betreuen 31000 Kunden in elf Bankstellen im Kinzig-, Gutach- und Wolftal. »Banken sind keine aussterbende Spezies«, betonte Heinzmann. Mit einer Fusion der Volksbank Kinzigtal und der Volksbank Triberg rücke man regional zusammen. »Gemeinsam sind wir stark«, warb Heinzmann für die Fusion, die im März vorgestellt wurde (wir berichteten). Im Oktober soll eine Vertreterversammlung darüber entscheiden, ob die beiden Banken zum 1. Januar 2017 zur Volksbank Mittlerer Schwarzwald verschmelzen. »Wenn nicht jetzt, wann dann?«

Aus zahlreichen Sitzungen schließe Bonath, dass auch in Vertreterkreisen eine Fusion als gut, richtig und notwendig angesehen wird.

Gut gerüstet

Bei seinem Blick auf die wirtschaftliche Lage betonte Broghammer: »Einfacher wird es sicherlich nicht.« 61 Millionen Euro Eigenkapital kann die Volksbank verbuchen. »Die Zeiten sind nicht schön für Banken, aber mit unserem Eigenkapital sind wir gut gerüstet«, sagte er. Ein Ende des Niedrigzinsniveaus sei nicht absehbar.

Dank des niedrigen Risikoergebnisses erzielte die Bank einen Jahresüberschuss von 2,6 Millionen Euro. Einer Dividende von 5,5 Prozent und dem damit verbundenen Bilanzgewinn von 480000 Euro stimmten die 171 stimmberechtigten Vertreter in der Versammlung zu.