Volksbank startet Crowdfunding-Plattform

Hilfe für soziale Projekte im Netz /  Info-Abend für Vereine

Heinzmann, Limberger, Vollmer für Crowdfunding

Sie haben die neue Spendenplattform der Volksbank Kinzigtal vorgestellt (von links): Vorstandssprecher Martin Heinzmann, Crowdfunding-Beraterin Nora Limberger und Nicolai Vollmer (Bereichsleiter Vertrieb, Marketing & Digitalisierung).

Bericht und Bild: Bastian André - Offenburger Tageblatt

August 2015

»Viele schaffen mehr«, sagt die Volksbank Kinzigtal und bietet unter diesem Motto jetzt eine neuartige Form der Spendensammlung an: Per Crowdfunding können sich Bürger an der Finanzierung eines gemeinnützigen Projekts beteiligen. Vereine, denen das Geld fehlt, können sich so lang gehegte Wünsche erfüllen lassen.

Geld für die Region

Mittlerweile haben rund 30 Volksbanken in Deutschland dieses Konzept auf die regionale Ebene umgemünzt. Unter dem Motto »Viele schaffen mehr« bieten die Volksbanken den Vereinen und anderen gemeinnützigen Organisationen aus ihrem Geschäftsgebiet eine Plattform, um Gelder per Schwarmfinanzierung für ihre Projekte zu sammeln. Bis heute seien so bundesweit 1,2 Millionen Euro zusammengekommen.

Jetzt ist auch die Volksbank Kinzigtal dabei, wie Vorstandssprecher Martin Heinzmann gestern auf der Pressekonferenz in der Zentrale in Wolfach erklärte. »Das Konzept ist eigentlich typisch für eine Genossenschaft«, sagte er. Denn auch dabei gehe es um die Förderung sozialer Projekte. Die Volksbank sehe sich dabei als Vermittler zwischen den Vereinen und den Menschen, erklärte Nicolai Vollmer, der für das digitale Geschäftsfeld der Bank verantwortlich ist. »Wir stellen die Plattform zur Verfügung und stehen beratend zur Seite.«

Und so funktioniert es: Angenommen, ein Fußballverein braucht Geld, um sein Spielfeld zu modernisieren. Dann kann der Verein auf der Crowdfunding-Webseite der Volksbank dieses Projekt eintragen, es publik machen und um Spenden bitten. Hat der Verein auf der Webseite genügend Unterstützer für seine Idee gesammelt, geht es in die Finanzierungsphase. Ab dann kann jeder – also auch Benutzer von außerhalb – ab einem Euro mitspenden. Nach 90 Tagen geht die

Finanzierungsphase zu Ende. Hat der Verein bis dahin seine Mindestsumme gesammelt, erhält er das Geld. Wenn nicht, kriegen alle Spender ihr Geld zurück.

Fünf Euro gibt es dazu

Die komplette Abwicklung übernimmt die Volksbank. »Unser Angebot ist kostenfrei, wir erheben auch keine Provisionsgebühr«, betont Nicolai Vollmer. Stattdessen gibt es zum Start der neuen Plattform noch etwas obendrauf: Die Volksbank Kinzigtal hat einen 5000 Euro Spendentopf bereitgestellt. Zu jedem der ersten 1000 Unterstützer gibt sie nochmals fünf Euro dazu.

Mitmachen können Vereine, Kindergärten und gemeinnützigen Einrichtungen aus dem Kinzigtal.

  • TERMIN: Am Dienstag, 1. September, findet um 19 Uhr für alle interessierten Vereine und Einrichtungen ein Info-Abend in der Volksbank-Zentrale in Wolfach statt. Anmeldungen nimmt Nora Limberger unter 078 34 / 8379 1504 entgegen.