Ein "Lebensretter" in der Festhalle

Die Gemeinde Oberwolfach hat sich für ihre neue Festhalle einen Defibrillator angeschafft. Das Gerät, das Leben retten kann, ist am Dienstagabend von der Volksbank Kinzigtal übergeben worden.

Übergabe (von links): Volker Halbe, Christian Armbruster (beide DRK), Martin Heinzmann (Vorstandssprecher Volksbank Kinzigtal), Rita Weis (Filialleiterin Oberwolfach), Bürgermeister Jürgen Nowak vor der Festhalle Oberwolfach. Foto: Volksbank

Bericht: Schwarzwälder Bote

Juni 2015

Oberwolfach (red/ff).

Die Kosten für den neuen Defirillator hat die Volksbank Kinzigtal übernommen. Martin Heinzmann (Vorstand der Volksbank Kinzigtal) und Rita Weis als Leiterin der Filiale Oberwolfach haben das Gerät an den noch amtierenden Bürgermeister und gleichzeitig Vorsitzenden des DRK-Kreisverbands Wolfach, Jürgen Nowak, sowie an den DRK-Kreisgeschäftsführer Volker Halbe in der neuen Festhalle Oberwolfach übergeben und an einer gut zugänglicher Stelle platziert. Mit dabei war auch der Leiter der Breitenausbildung des DRK, Christian Armbruster.

"Wir hoffen, dass Sie das Gerät hier in der Festhalle niemals brauchen, aber ich weiß auch, dass es ein gutes Gefühl ist, zu wissen, dass es da ist, falls man es doch mal braucht", sagte Heinzmann.

"Es ist für die Volksbank Kinzigtal eine Selbstverständlichkeit, dieses Gerät, vergleichbar mit einer ›greifbaren Versicherung‹, für die Oberwolfacher Festhalle zu finanzieren", ergänzte Filialleiterin Rita Weis und fügte hinzu, dass die Volksbank in der Vergangenheit schon einige solcher Geräte für Vereine und öffentliche Gebäude in ihrem Geschäftsgebiet finanziert habe.

Die Volksbank Kinzigtal bietet laut Pressemitteilung seit vielen Jahren auch ihren jungen Kunden und Mitgliedern an, den erforderlichen Nachweis zum Führerscheinerwerb über eine Veranstaltung beim DRK-Kreisverband zu erwerben.

Hier nehmen seit Jahren jedes Jahr etwa 50 Jugendliche teil. Zudem bilden sich in regelmäßigen Abständen sehr viele Mitarbeiter in Sachen "Erste Hilfe" freiwillig weiter. In diesen Kursen wird unter anderem auch der Umgang mit einem Defibrillator erklärt und geübt, damit man etwaige Berührungsängste ablegen kann.

"Fehler kann man keine machen. Nur nichts machen – das wäre ein Fehler", bekräftigte Volker Halbe. Und Ausbildungsleiter Christian Armbruster fügte hinzu, dass jeder, der sich ein solches Gerät erklären lassen möchte, jederzeit beim DRK anklopfen kann. Außerdem könne man sich auch an die DRK-Ortsvereine wenden, die dies in ihren regelmäßigen Übungsabenden ebenfalls jedem Interessierten gerne zeigen.

Christian Armbruster warb dafür, seine "Erste-Hilfe-Kenntnisse" wieder aufzufrischen. Auch auf diese Weise lernt man den richtigen Umgang mit einem Defibrillator. Denn im Fall der Fälle sei man froh, wenn man schon mal gehört und gesehen hat, wie man damit umgeht. Ein Defibrillator könne im Notfall Leben retten – Leben von Menschen in der nächsten Umgebung, in der Familie, im Verein, am Arbeitsplatz.

Bürgermeister Jürgen Nowak bedankte sich bei der Volksbank für die Spende. Auch er hofft natürlich, dass das Gerät nie zum Einsatz kommen muss. Gut wäre es aber, wenn jeder in der Gemeinde weiß, wo es im Fall der Fälle zu finden wäre.